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OLE OLE SUPER DEUTSCHLAND!


Auch wenn hier der Rest der Nation Cricket-süchtig ist, hält sich eine kleine deutsche Bastion, die sich den Worldcup in seiner ganzen Fülle anschaut. Extra dafür wurde ein Fernsehgerät besorgt.

Dann das Highlight, gestern um 00.00 Uhr indischer Zeit! Deutschland gegen Australien.Wir haben sogar ein Firework, das bestimmt von kleinen indischen Kindern gemacht wurde und überhaupt nicht sicher ist, angezündet. Großartig! Auch wenn wir die Atmosphäre in Schland vermissen, wir tun unser Bestes und zwingen auch unsere Mitbewohner. In den nächsten Tagen werden wir dann in nen Tempel gehen um Opfergaben für die Nationalmannschaft zu machen

 

und wir waren sogar zuvor in der Zeitung, guckt mal

http://www.moneycontrol.com/india/messageboard/enter_reply.php?msg_id=4106498

 

14.6.10 17:49


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Wenn es das normalste der Welt ist einen Tiger vom Rücken eines Elefanten zu sehen…

 

Hier der neuste Report aus Hindustan. Neben dem langsam normal werdenden Leben in Delhi. Ich meine, es ist alles andere als normal, aber man gewöhnt sich dran. Vor allem hier in unserem Haus ist es großartig. Wir wachsen alle zu einer kleinen Kommune zusammen und vor nun 2 Wochen hatten wir ne coole Rooftop-Party mit 450 Bieren, den Rest könnt ihr euch ja vorstellen.

 

Dann am letzten Wochenende war es endlich so weit – Elefantenreiten! Am Freitagabend krabbelten wir in unsere semi-gemütliche Sleeper-Kojen und dann kamen wir pünktlich mit 2 Stunden Verspätung im Corbett-Nationalpark an. Wie dachten ist ja kein Problem, das Office macht ja erst in 1,5 Stunden auf, dann kriegen wir auf jeden Fall ne Unterkunft im Park. Falsch gedacht, denn die Schlange war schon unendlich lang. So kam es wie es kommen musste. Genau als wir, nach nun 3 Stunden Anstehen, an der Reihe waren, war alles ausgebucht. Im selben Moment, als wir unserer Frustration vollen Lauf ließen, kam natürlich ein abgebrühter Touristcatcher, der noch nen Room hat. Natürlich zu überhöhten Preisen und das ist in diesem Fall extra teuer, denn Ausländer müssen eh schon den dreifachen Preis zahlen. Egal, ab in den Dschungel. Wie haben noch einen netten Schweden aufgegabelt, der uns den Rest des Wochenende begleitete.

 

Der Weg in den Park war schon eine halbe Safari-Tour. Es dauerte fast 3 Stunden um zu unserem Camp zu kommen. Während der Tour haben wir schon Elefanten, Krokodile und eine Million Affen gesehen. Unser Camp war besser als gedacht. Der 24er Schlafraum war sauber, im Gegensatz zu den Toiletten in den sich auch Affen entleerten und deswegen das ganze Krabbelgetier auch dort war.

Am Abend starteten wir unsere Safaritour auf der Suche nach Sher Khan. Leider keinen Tiger gespottet, dafür eine unglaubliche Flora und Fauna bestaunt. Sehr verwunderlich waren die ganzen Canabisplantagen die mitten im Nichts gedeihen.

 

 

In der Hoffnung am nächsten Morgen doch noch einen Tiger zu sehen, buchten wir einen Elefantenritt. Dieser startete dann am nächsten morgen um 5 Uhr. Der Schlaf aus unseren Augen wurde jedoch schnell von der Schönheit der Savanne weggewischt. Wir sahen die Sonne über grasenden Elefantenherden aufgehen und plötzlich schlug unser Elefantenführer Alarm. Ein Tiger zwar noch etwas weit entfernt, aber dann fing unser Elefant an zu rennen und wir waren nur wenige Meter von der Großkatze entfernt. Doch dann wurde es dem Tiger zu viel. Er fauchte angsteinflößend und sprintete davon. Ein beeindruckendes Erlebnis.

 

Völlig zufrieden und entspannt traten wir die Heimreise an. Doch als wir wieder in der indischen Zivilisation angelangten, war der Puls schnell wieder auf 180. Vor allem nach der enttäuschenden Nachricht, dass es nur staatliche Busse, im Stil alter Stadtbusse, ab. Na dann mal los…

10.6.10 16:41


Skurrile Grenzzeremonie

hier ein Link:

http://www.youtube.com/watch?v=NC9NeJh1NhI

genau da waren wir. Das ganze dauert etwa eine Stunde und ist so abgefahren

7.6.10 14:23


7.6.10 14:09


Tour de Force

Hallo meine lieben Leser und Leserinnen. Nun verfasse ich mal wieder einen Eintrag, und zwar einen der sich gewaschen hat:  Letztes Woche sind Henning, mein ehemaliger Mitbewohner, und sein Freund Philly bei uns aufgeschlagen sind. Die beiden befinden sich zurzeit auf halber Weltreise und sind grad ganz zufällig in Delhi vorbeigekommen. Das war auf jeden Fall ganz witzig mit den beiden. Bester Anlass gemeinsam ein Wochenende zu reisen, dachten wir. Philly musste leider hier bleiben, da er noch diverse Uni-Bewerbungen zu schreiben hatte.  

Das Ziel hieß Amritsar, die heilige Stadt der Sikhs. Allerdings mussten vorher noch einige Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Henning und Schwibbel haben insgesamt 3x versucht Zugtickets zu kaufen. Unmöglich, alles ausgebucht! Also dann auf gut Glück am Freitagabend hin und Bus buchen. Das war erstmal ein Ding der Unmöglichkeit da irgendwas zu kapieren. Viel zu viele Leute, nichts ausgeschildert und viel zu viele Busse. Wenn man Leute gefragt hat, wo der Bus abfährt, haben die immer irgendwas gesagt, auf jeden Fall weder das richtige, noch dass sie keine Ahnung hatten, was zutreffend gewesen wäre. Naja, irgendwann dann doch eine kleine private Buslinie gefunden, die sogar Schlafbusse hatte. „Na Mensch“, dachte wir, das muss ja was sein. Also gebucht und gewartet. Dabei einen Inder mit Schweizer Akzent kennen gelernt, da der in Basel wohnt. Komisch.

Nach einer Stunde warten kriegten wir den Bus dann zu sehen. War ganz ansehnlich. Wir also ganz nach hinten, oben, zu unseren Schlafkabinen. Die Kabinen waren für Inder ausgelegt, also sehr eng und sehr schmal. Henning musste leider seine Kabine teilen. Und zwar mit einem Proleten, der die ganze Zeit gefurzt hat und allen Ernstes Henning gefragt hat, ob er rauchen dürfte. Durfte er aber nicht. Die Nacht war mäßig. Nein, sie war beschissen. Das hat so doll gehüpft! Man ist so durch die Kabine geflogen. Und zwar nicht nur so selten, sondern die ganze Zeit. Auf der Seite konnte ich nicht liegen, da ich dann Pinkeln musste. Also auf dem Bauch mit Beinen in die Höhe. Richtig Gemütlich (IRONIE!). Dazu kam dann noch, dass der Busfahrer, wie jeder Inder der ein motorisiertes Vehikel steuert, ununterbrochen gehupt hat. Den ganzen nächsten Tag hatte ich einen Ohrwurm von der Hupe. Jeder von uns ne knappe Stunde geschlafen. Am nächsten Morgen musste ich richtig doll pinkeln, wollte mir aber nicht die Blöße geben, als Ausländer mit der schwachen Blase aufzutreten. Ich erwartete, dass wir ja in den nächsten 1-2 Stunden ankommen müssten. Taten wir nicht. Also überdachte ich meine Position und habe mich dann doch zum Busfahrer vorgekämpft. Als wir anhielten strömten mit einem Mal alle Passagiere zur beschaulichen Mauer zum Wasser lassen.

In Amritsar hatten wir nach einem kurzen Nickerchen in Hennings Hostelzimmer uns dann den goldenen Tempel, das höchste Heiligtum der Sikhs, angeschaut. Richtig derbe. Riesen groß, unheimlich viele Pilger und musikalische Gebetsuntermalung.  Julia und ich haben im Gästehaus des Tempels übernachtet und am nächsten Tag dort auch mit 500 anderen gefrühstückt. Ein sehr beeindruckender Akt. Nach 20 Minuten war man fertig, dann wurden die nächsten 500 rein gelassen, zum nächsten Essen. Unheimlich viele Leute, die beim Abwaschen und Geschirrspülen tätig waren.

Am Samstagnachmittag hatte es uns dann noch an die Pakistanisch-Indische Grenze verschlagen. Bei knusprigen 45 Grad ohne Schatten saßen wir dann auf einer Tribüne. Frauen sind mit Indienflaggen rumgelaufen, haben im Kreis angefangen zu tanzen. Unter uns gab es einen Entertainer, der die Meute mit „Hindustan, Hindustan“ – Rufen angespitzt hat. Daneben haben dann Elitesoldaten in Paradeuniformen exerziert.  Auf der pakistanischen Seite hat sich genau das gleiche abgespielt, nur mit anderen Flaggen und andere Schlachtrufen.

 Eine Atmosphäre wie beim Derby, wars ja auch gewissermaßen. Es ging nämlich darum, welche Partei am langsamsten die eigene Flagge einholt…Wir haben gewonnen! Fantastisch!

Am nächsten Tag wollte ich es mir dann nicht nehmen lassen, den goldenen Tempel dann auch mal von innen zu sehen. Ich habe an die 2 Stunden angestanden mit richtig doll schubsen und wegdrängen die ganze Zeit. Darunter waren auch Alte, Kinder und Frauen. Nicht zum aushalten. Da drin durfte ich dann 2 Minuten sein, da ja die anderen auch rein wollten. Der war jetzt nicht schlecht der Tempel, aber für 2 Stunden warten, wars dann doch nur mäßig.

Wegen der Rückfahrt dachten wir, wir wären ganz schlau. Wir wollten diesmal nicht den bekackten Bus nehmen, sondern den ausgebuchten Zug. Wie denkt ihr jetzt, der ist doch ausgebucht? Richtig, aber vorne gibt es 2 Wagons, für die man sich am gleichen Tag Tickets kaufen kann, Platzreservierung ausgeschlossen, um den muss man sich bemühen, bzw. kämpfen. Wir hatten ja keine Ahnung worauf wir uns einließen! Gottseidank hat uns ein indisches Pärchen die Regeln erklärt. Die sind ziemlich simpel, drängeln was das Zeug hält, selbst wenn Leute noch rauswollen. Das war ein sehr bizarres Schauspiel, Leute sind durch die Fenster geklettert. Wir haben einen Platz erwischt. Auf einer Pritsche, oberhalb der Sitzbänke. Da saßen wir dann mit angezogenen Beinen in einem total überfüllten, brutig heißen Zug. Für 8 Stunden. Als wir endlich da waren, waren wir  sowas von unendlich froh. Dafür hat uns die Zugfahrt auch nicht mehr als 1 Euro fuffzich gekostet. Seit Sonntagabend bin ich leider erkältet und habe die letzten Tage zu Hause verbracht, aber morgen geht’s wieder hin.

Verschiedenes:                                                     

·         Wir Weißen (!) sind ja unheimlich beliebt hier. Wie ich schon in einem vorherigen Eintrag beschrieben mussten wir wieder unzählige Fotos machen. Aber immer insbesonder mit Schwibbel. Einmal hat jemad  gesagt, sie sehe genau aus wie Barbie, ein anderer meinte genau wie Britney Spears. Einmal hab ich sie am Sonntag für 3 Minuten alleine gelassen. Als ich wiederkam war sie umringt von über 20 Menschen, die sich mit ihr fotografieren lassen wollten, die nicht Englischsprechenden haben sich dann bei den Englischsprechenden erkundigt aus welchem Land dieses blonde Mädchen denn stamme. Da hab ich sie schnell eingesammelt und wir sind verschwunden.   

·         Außerdem habe ich mich vor ca. 2 Wochen mit meinem ehemaligen Grundschuldirektor, Herrn Dube getroffen. Der hats weit gebracht und ist mittlerweile GTZ (IS) Chef von Südasien und hat sein Büro in Delhi. Das war super interessant. Zum Essen gab es Steak, echtes Steak! Als ich das später im Büro erzählte, fragten sie mich was das sei. Cow! Sie blickten mich wie einen Kannibalen an. Merke, in Zukunft zurückhaltender mit dem Auskunftgeben seiner Essensgewohnheiten sein.

·         Die Beleuchtung von Baustellen wird von Weihnachtslichterketten besorgt.

·         Henning hat sich auf der Tribüne seinen Hintern verbrannt, mit Brandblasen!

·         Nachdem die letzen Wochen immer neue Rekordtemperaturen gemessen wurden, soll das Thermometer angeblich diese Woche 50 Grad übersteigen.

·         Schwibbel ist letzte Woche auf die Pirsch gegangen und wollte endlich unser Kakerlakenproblem angehen. Hat sie sehr gut geschafft. An die 30 Kakerlaken an einem Tag, einige kleiner andere richtig groß.

·         Die Internetmafia hatte letzte Woche zugeschlagen! Das führte dazu, dass wir einige Tage kein Internet hatten. Nachdem wir uns mal wieder beschwerten, diesmal aber an höherer Stelle wurde uns gesagt, dass der Typ, der für  die Konkurrenz in unserem Viertel zuständig ist, jeden Tag unsere Kabel kappt. Daraufhin waren wir uns einig, dass wir ihm eine Lektion erteilen müssten. Wir, also Gurmeet, unser Vermieter, Tristan und ich zu dem Typen hin. Gurmeet hat den auf Hindi angekackt, während Tristan und ich zwar nichts kapiert, aber ihn extra böse fixiert haben. Zunächst hatte er keine Ahnung. Dann fiel ihm ein, dass das einer seiner Mitarbeiter jeden Tag macht. Es würde nicht wieder vorkommen. Bislang hat er sich dran gehalten.

 

26.5.10 16:46


21.5.10 14:16


Odysee zur heiligen Pilgerstadt

Der erste Ausflug raus aus Delhi stand und bevor und nun sollte es nach den schon beschriebenen Strapazen nach Rishikesh gehen. Doch irgendein Gott, der 330.000 indischen Götter hatte wohl etwas dagegen. Zuerst verspätete sich der Zug um 3 Stunden (kann ja mal passieren und warum sollte man die Fahrgästeinformieren). Da wir nun extrem spät dran waren, reservierten wir unser Zimmer aus dem Zug heraus – Kategorie Low-Budget im Lonely Planet. In der Dunkelheit ist man dann der Rikscha-Mafia schutzlos ausgeliefert. Unser todesmutig rasender Fahrer brachte uns für den überteuerten Preis noch nicht einmal zum Ziel, sondern stoppte auf der Hälfte und zwang uns zum Umsteigen in die nächste Rikscha, die natürlich auch ein Geschäft machen wollte, aber was soll man nachts in einer Geisterstadt machen. Fahrer Nr. 2 schaffte es auch nicht zu unserem Hotel und so mussten wir beiden Ahnungslosen uns den Weg durch die dunkelsten Gassen unseres Lebens und einer Hängebrücke über dem Ganges zu unserem Hotel bahnen. Unsere grad aus dem Schlaf geklingelte Hoteldame gab uns dann schnaufend den Schlüssel zu unserem Zimmer. Es war ein Traum von einer Unterkunft: Kakerlaken, kaputter Ventilator, nicht zu identifizierender gelber Fleck auf dem Bettlaken. Die letzte Tatsache zwang uns dann mit Klamotten unseren wohlverdienten Schlaf zu finden.

 

Doch wir sollten von einer wunderschönen Kulisse am nächsten Morgen belohnt werden. Die Geisterstadt hatte sich in ein quirliges, buntes Pilgerstädtchen verwandelt. Nach einem Vollkornbrötchen in der German Bakery machten wir uns auf zur Erkundungstour. Vorbei an Affenclans, hunderten in orange gekleideten Sadhus (hinduistische Mönche/ Pilger) und ebenso vielen Ashram, Tempels und sonstige heilige Krimskrams, machten wir uns auf den Weg zum Ganges. Der schon so oft mitreisende Diarrhö war natürlich mit dabei, hielt uns aber nicht von einem Bad ab. Nach der anstrengenden Tour hingen wir noch ein bisschen in einer gemütlich Backpackerabsteige ab, bis wir uns zur feierlichen Abendzeremonie, mit Blumenschiffchen und Live- Musik, aufmachten.

 

Da das kleine Örtchen, außer für Yoga-Junkies, nicht so viel zu bieten hat, fuhren wir weiter nach Haridwar, einer der heiligsten Städte des Hinduismus. Hier kann man mit Religion richtig Geld machen. Nicht, dass die christliche Kirche dies nicht auch drauf hätte, aber irgendwie macht sie es geschickter und unser Priester hält einen nicht am Arm fest und ruft „Manni Manni, hundrret Rupie“. Die Hälfte unseres Budget ging also für religiöse Opfer drauf. Auch erstaunlich war es, wie diese heiligen Pilger auf Fotos mit weißen Touristen stehen, aber diese Erfahrung mussten wir ja schon öfter machen, aber das sogar ein Sadhu seine Digitalkamera zückt war für uns dennoch eine Überraschung. Da wir noch viel Zeit hatten, suchten wir das vom LP vorgeschlagene AC-Restaurant auf. Ein eher westlich eingerichtetes Restaurant mit Blicke-Girlanden und fescher 90er Musik. Der Rückweg in unseren Liegewagen war dann, trotz des Schnarchkonzerts, wesentlich entspannter als die Hinfahrt.

 

Dieser Bericht ist schon ein wenig veraltet, aber wir sind der „Delhi Internet Mafia“ zum Opfer gefallen und hatten leider keine Internet, geschweige denn Strom…

Hinterlasst mal nen paar Kommentare, damit wir auch mal erfahren was so in Good Old Germany passiert

 

Bis denne

Julia und Lenni

21.5.10 12:30


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